Das Mondgrundstück Ein Original von Mondland
  • Die Anfänge

    Nach der verheißungsvollen Rede Kennedys beschleunigte die NASA ihre Vorbereitungen und setzte den ersten bemannten Apollo-Flug fest. Nach vielen spektakulären Versuchen und weiteren Rückschlägen wurde schlussendlich die erste Trägerrakete - die Saturn V fertig gestellt und der Welt präsentiert. Mit dieser gigantischen dreistufigen Trägerrakete wurde es erst möglich, Menschen sicher ins All und auch zum Mond zu bringen. Die Saturn V war eine der stärksten Triebraketen seiner Zeit und lieferte für damalige Verhältnisse gigantische 3,4 Millionen Kilopond Schub.Am Kopf der Rakete, die allein eine Höhe von 111 Metern hatte und gut 2800 Tonnen wog (davon allein über 2000 Tonnen Flüssiger Sauerstoff und Kerosin), befanden sich die drei Hauptbaugruppen des eigentlichen Raumschiffs: Die Apollokapsel.

    Das Apollo Programm begann mit einer Serie von fünf unbemannten Flügen, zur Überprüfung der einzelnen Systemeinheiten. Mit der Entwicklungsstufe "G" bezeichnete man das angestrebte Ziel: die Mondlandung.Am 11 Oktober 1968 war die NASA bereit, um mit Apollo 7 das erste bemannte Unternehmen zu starten - mit einer kleineren Trägerrakete, der zweistufigen Saturn 1 B. Im Orbit konnte die Mannschaft beweisen, dass Apollo ein Rendezvousmanöver mit der zweiten Raketenstufe durchführen konnte und absolvierte dann einen fast elftägigen Raumflug. Am 21.Dezember 1968 starteten Frank Borman, Jim Lovell und William Anders, die Besatzung von Apollo 8, als erste Astronauten mit der Saturn V zu einem Raumflug: sie hatten den Auftrag, den Mond zu umfliegen. Ihr Flug führte über 386.000 Kilometer und dauerte fast drei Tage.

    Das Apolloprogramm nahm seinen geplanten Lauf und nun musste noch eine der wichtigen Komponenten, das Mondlande- gerät im Flug, erprobt werden.
    Diese Aufgabe hatte Apollo 9, die schließlich am 3. März 1969 in eine Erdumlaufbahn startete. Ihr Zehntageflug war der bis dahin spektakulärste, denn es kam zu einem erfolgreichen Weltraumspaziergang.

    Die Apollo-Astronauten lebten in ziemlich beengten Verhält- nissen, umgeben von Hunderten von Instrumenten. Ihre Nahrung nahmen sie aus kleinen Tuben zu sich, in die sie vorher Wasser gossen, um ein Essen zu machen, das laut Schweickart wie "zermatschte Maus" schmeckte.

    Das vollständige Apollo-System hatte sich als weltraumtauglich erwiesen und war jetzt zu einer groß angelegten Generalprobe bereit. Am 18. Mai 1969 startete Apollo 10 und raste mit fast 40.000 Stundenkilometern in Richtung Mond. Am vierten Tag nahm die Raumsonde Kurs auf die Mondumlaufbahn und näherte sich der mit Felsblöcken übersäten Mondoberflache bis auf weniger als 15 Kilometer.